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Film- & TV-Produktion
Produktionsausfall, Negativ und Daten, Technik, Motiv und Rechte für Film- und TV-Produktionen in Köln: unabhängig verglichen.
In der Film-, Fernseh- und Hörfunkproduktion arbeiten in Köln rund 8.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte — ein Zuwachs von 48,2 Prozent seit 2016, im Städtevergleich vor Berlin und Leipzig. Köln ist damit in dieser Branche bundesweit vorn, und genau deshalb gibt es diese Seite: Eine Produktionsfirma hat Risiken, die auf keiner allgemeinen Gewerbeseite vorkommen — vom Ausfall einer namentlich benannten Person bis zum Material, das nur auf ein paar Karten existiert. Zahlen: Branchenprofil Medien und IT der Stadt Köln, Stand 31. März 2025.
Bevor es ins Detail geht: Erzählen Sie uns kurz, wie Ihr Betrieb aufgestellt ist — wir sagen Ihnen, was zählt.
Was macht der Betrieb heute wirklich — und steht das so im Vertrag?
Tätigkeitsschäden, Außenversicherung, Betriebsunterbrechung: wir prüfen Bedingungen, nicht Beiträge.
Sie entscheiden. Was passt, bleibt — auch beim bisherigen Versicherer.
Wischen Sie durch die Schritte.
Als Versicherungsmakler nach § 34d Abs. 1 GewO vergütet über die Courtage — keine Zusatzkosten für den Betrieb.
Film- & TV-Produktion im Detail.
Stadt Köln, Kölner Statistische Nachrichten 21/2025; Datengrundlage Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit.
Warum eine Produktion anders versichert wird als ein Betrieb
Ein Handwerksbetrieb hat eine Werkstatt, Kunden und Werkzeug. Eine Produktion hat nichts davon dauerhaft: Sie entsteht für ein Projekt, arbeitet an fremden Orten, mit gemieteter Technik und einer Crew, die zum großen Teil aus Selbstständigen besteht — und wenn sie fertig ist, löst sie sich wieder auf.
Daraus folgt die eine Frage, die in dieser Branche über allem steht: Was passiert, wenn der Dreh stehenbleibt? Nicht der Sachschaden ist das Problem, sondern der Tag, an dem dreißig Menschen, drei Fahrzeuge und ein Motiv gebucht sind und niemand drehen kann. Genau dafür gibt es die Produktionsausfallversicherung, und genau die fehlt in jeder allgemeinen Gewerbepolice.
Der zweite Unterschied ist das Material selbst. Bis zur Fertigstellung ist das gedrehte Material der ganze Wert der Produktion — und es existiert oft nur auf wenigen Datenträgern. Ein Sachschaden von wenigen hundert Euro kann dort einen Schaden in sechsstelliger Höhe auslösen.
Produktionsausfall: der Vertrag, an dem die Finanzierung hängt
Die Produktionsausfallversicherung ersetzt die Mehrkosten, wenn eine Produktion unterbrochen, verschoben oder abgebrochen werden muss. Sender, Verleiher und Fördereinrichtungen verlangen ihren Nachweis regelmäßig, bevor Geld fließt — sie ist damit weniger eine Absicherung als eine Voraussetzung.
Das Material: Negativ, Daten und der Weg vom Set zum Schnitt
Historisch heißt der Baustein Negativversicherung, heute geht es um Karten, Platten und Bänder. Versichert ist der Verlust oder die Beschädigung des aufgenommenen Materials bis zur Fertigstellung — und zwar in Höhe der Kosten, die eine Wiederholung der Aufnahmen verursachen würde, nicht in Höhe des Datenträgers.
Technik, die selten der eigenen Firma gehört
Kamera, Licht, Ton und Bühne kommen meist vom Verleih. Damit haftet die Produktion für fremdes Eigentum, das sie in Obhut hat — und genau dieser Punkt ist in der Betriebshaftpflicht regelmäßig begrenzt oder ausgeschlossen.
Ins Detail geht es hier — aufgeteilt nach Thema, zum Aufklappen antippen.
Im Schadenfall und beim Vertrag
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Rechte, Freigaben und die Fehler, die erst nach der Ausstrahlung auffallen
Neben den Sachschäden steht eine zweite Schadenart, die kein Sachschaden ist: Ansprüche wegen Urheber-, Marken- oder Persönlichkeitsrechten. Ein nicht freigegebenes Musikstück, ein erkennbares Gesicht ohne Einwilligung, ein Markenzeichen im Bild — der Schaden entsteht erst mit der Veröffentlichung und trifft dann die Produktion, nicht den Sender.
Die Deckung dafür heißt in der Branche Errors-and-Omissions-Versicherung. Bei internationalen Koproduktionen und bei Auswertung im Ausland wird sie vertraglich verlangt; im rein deutschen Auftragsgeschäft wird sie oft weggelassen, obwohl die Haftung dieselbe ist.
Was wir uns bei einer Produktionsfirma zuerst ansehen
Der häufigste Fund ist eine Police, die zum Gründungszeitpunkt passte: angemeldet als Werbefilm, gearbeitet wird längst an langen Formaten mit Sendervertrag, Auslandsdrehs und eigener Technik.
Der Drehort: fremde Räume, fremde Straßen, fremde Nachbarn
Gedreht wird in Wohnungen, Läden, Museen, Verwaltungsgebäuden und auf der Straße. Die Motivverträge, die dabei geschlossen werden, enthalten fast immer eine Haftungsklausel — und die geht weiter als das, was eine Standard-Betriebshaftpflicht abdeckt.
Die Crew: überwiegend selbstständig, und trotzdem Ihre Sache
Eine Produktion beschäftigt wenige fest und viele auf Zeit. Das entlastet die Lohnkosten, nicht aber die Pflichten.
Sie wissen jetzt, worauf es ankommt. Wo Ihr Betrieb steht, zeigt der Bedarfscheck in ein paar Minuten.
Häufige Fragen.
Was kostet die Gewerbeberatung?
Für Ihren Betrieb entstehen keine zusätzlichen Kosten. Wir werden über die Courtage vergütet, die im Versicherungsbeitrag ohnehin einkalkuliert ist. Ein Honorar vereinbaren wir nur ausdrücklich und schriftlich — das ist die Ausnahme.
Was deckt eine Produktionsausfallversicherung eigentlich ab?
Die Mehrkosten, wenn eine Produktion unterbrochen, verschoben oder abgebrochen werden muss — typischerweise weil eine namentlich benannte Person ausfällt, das gedrehte Material beschädigt wird oder ein Motiv nicht verfügbar ist. Sender, Verleiher und Fördereinrichtungen verlangen den Nachweis regelmäßig, bevor Geld fließt. Entscheidend ist die Liste der wesentlich Beteiligten: Wer dort nicht steht, ist nicht gedeckt.
Reicht unsere Betriebshaftpflicht für den Dreh in fremden Räumen?
Meist nicht. Der Parkettboden unter dem Stativ, die Wand nach dem Abkleben, der Rasen unter dem Technikfahrzeug: Das sind Tätigkeits- und Bearbeitungsschäden, und die sind in Standardtarifen häufig auf kleine Summen begrenzt. Motivverträge enthalten zudem fast immer eine eigene Haftungsklausel, die weiter geht als die Police.
Wir mieten Kamera und Licht. Wer haftet, wenn etwas kaputtgeht?
Sie. Gemietete Technik ist fremdes Eigentum in Ihrer Obhut, und der Verleihvertrag nennt oft eine Haftung zum Neuwert. Mietsachschäden an Technik brauchen deshalb eine eigene Summe, die zum größten Verleihvertrag passt — nicht zum durchschnittlichen.
Was passiert, wenn Material verlorengeht?
Dafür gibt es die Negativ- beziehungsweise Datenversicherung. Ersetzt werden nicht die Kosten des Datenträgers, sondern die Kosten der Wiederholung der Aufnahmen. Wichtig sind zwei Punkte: Der Transport vom Set zum Schnitt muss eingeschlossen sein, und ein zweiter Satz an einem anderen Ort ist in vielen Bedingungen Obliegenheit — wer nur eine Kopie hat, riskiert die Leistung.
Brauchen wir eine Deckung für Rechte und Freigaben?
Sobald ausgewertet wird, ja. Ansprüche wegen Urheber-, Marken- oder Persönlichkeitsrechten sind keine Sachschäden und laufen deshalb nicht in der Betriebshaftpflicht mit. Die Deckung heißt in der Branche Errors-and-Omissions-Versicherung; bei internationaler Auswertung wird sie vertraglich verlangt. Wichtig ist die Nachhaftung: Ein Film wird jahrelang ausgewertet, die Deckung muss über das Produktionsende hinausreichen.
Betrifft uns die Künstlersozialabgabe?
In aller Regel ja. Wer als Unternehmen nicht nur gelegentlich selbstständige Künstlerinnen und Publizisten beauftragt, ist abgabepflichtig; für Rundfunk und Fernsehen nennt § 24 Abs. 1 KSVG das ausdrücklich, Produktionsfirmen fallen über die Generalklausel darunter. Das ist keine Versicherung, sondern eine Abgabe — aber es ist eine Nachzahlung, wenn es bei einer Prüfung auffällt. Die steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Bewertung gehört zum Steuerberater.
Müssen wir unsere bestehenden Verträge kündigen?
Nein. Vieles ist solide und bleibt einfach. Gewechselt wird da, wo Ihr Betrieb einen erkennbaren Vorteil hat — und nie, bevor der neue Schutz wirklich steht.
Kommen Sie auch zu uns in den Betrieb?
Ja. Meist geht es online per Video am schnellsten; wenn es sinnvoll ist, sich Räume, Lager oder Abläufe selbst anzusehen, kommen wir zu Ihnen in den Betrieb. Was besser passt, entscheiden Sie — fachlich macht es keinen Unterschied.
