Versicherungen und Altersvorsorge

für Berufsstarter

 
Der Preis des Erfolges ist Hingabe, harte Arbeit und unablässiger Einsatz für das, was man erreichen will.

Frank Lloyd Wright

 

Was sehr zu empfehlen ist:


Krankenversicherung:


Die Krankenversicherung ist für sie Pflicht. Angestellte sind zunächst in aller Regel aufgrund ihres noch relativ niedrigen Gehalts in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert und damit auch in der gesetzlichen Pflegeversicherung. Je nach Einkommenshöhe stehen sie irgendwann aber eventuell vor der Frage: weiter gesetzlich versichern oder in die private Krankenversicherung wechseln? Diese Wahlmöglichkeit haben alle, die ein Jahreseinkommen von über 57 600 Euro brutto (Stand 2017) haben. Wegen der besseren Leistungen kann der Wechsel in die private Versicherung interessant sein.
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Private Haftpflichtversicherung:


Sie sichert Sie vor Forderungen Dritter im Rahmen der vereinbarten Deckungssummen. Da die Haftung gerade von Privatpersonen nach deutschem Recht grundsätzlich nicht begrenzt ist, liegt die Bedeutung einer Privathaftpflichtversicherung und der Anpassung ihrer Versicherungssummen für den Einzelnen auf der Hand.
Spätestens sobald die erste Berufsausbildung abgeschlossen ist, endet in der Regel die Mitversicherung über die private Haftpflichtversicherung der Eltern. Die erste Ausbildung kann zum Beispiel eine rein betriebliche Ausbildung sein, ein Studium oder die Kombination aus Ausbildung im Betrieb und anschließendem Studium. Ergänzende Lernphasen wie das Referendariat für angehende Lehrer oder Anwälte zählen nicht mehr zur über die Eltern versicherten ersten Ausbildung. Für solche Phasen benötigen Sie ebenfalls eigenen Schutz.

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Privathaftpflichtversicherung
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Auslandsreise-Krankenversicherung:


Die Auslandsreise-Krankenversicherung sollte jeder im Gepäck haben, der gesetzlich krankenversichert ist und im Ausland Urlaub macht. Sonst besteht die Gefahr, dass Sie Ausgaben für eine medizinische Behandlung im Reiseland anteilig oder sogar komplett selbst zahlen müssen. Will beispielsweise ein spanischer Arzt im Urlaubsland unbedingt privat abrechnen, kommt die Kasse in Deutschland dafür nicht komplett auf. Für Behandlungen in Urlaubsländern wie Ägypten oder Thailand zahlt sie gar nicht. Außerdem übernimmt sie unabhängig vom Reiseland nie die Kosten für einen Krankenrücktransport nach Hause, auch wenn dieser notwendig wäre. Eine private Zusatzversicherung, die für die Behandlungskosten im Ausland aufkommt, ist somit unbedingt zu empfehlen – ganz egal, ob die Reise nach Mallorca oder in die USA geht.
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Berufsunfähigkeitsversicherung:


Spätestens mit Antritt der ersten richtigen Stelle sollten Sie sich auch für den Fall der Berufsunfähigkeit absichern. Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente haben Sie erst, wenn Sie mindestens fünf Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung nachweisen. Und selbst wenn Sie diese Vorgabe zum Beispiel aufgrund von dauerhaften Nebenjobs während des Studiums erfüllen, wird die gesetzliche Rente im Ernstfall eher dürftig ausfallen. Zusätzliche private Absicherung tut also not, damit bei schwerer Krankheit oder nach einem Unfall zumindest eine sichere Einnahme fließt, und das bis zum Beginn des Rentenalters. Außerdem gilt: Je jünger und gesünder Sie bei Vertragsabschluss sind, desto günstiger bekommen Sie den Schutz. Auch das spricht dafür, diese Versicherung so bald wie möglich abzuschließen.
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Hausratversicherung:


Eng verbunden mit dem echten Berufseinstieg ist häufig auch der Umzug in eine neue, größere Wohnung: raus aus dem WG- Zimmer oder aus dem Studentenwohnheim, rein ins neue Zuhause.
Versicherungsschutz bietet sie für das Inventar, also für Einrichtungs-, Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände eines Haushaltes (Hausrat) gegen Feuer, Leitungswasser, SturmHagelEinbruchdiebstahlRaub und Vandalismus. Neben den reinen Sachschäden sind dabei auch entstehende Kosten wie zum Beispiel Aufräumungskosten, Schutzkosten und Hotelkosten versichert. Zusätzlich sind weitere Einschlüsse möglich, wie zum Beispiel der Diebstahl von Fahrrädern oder die Abdeckung von Elementarschäden und Überspannungsschäden: Dabei sind mögliche Selbstbehalte zu beachten.
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Rechtsschutzversicherung:


Wer zum Anwalt geht, bekommt dessen Leistung nicht umsonst. Zahlen müssen Sie etwa für die Beratung sowie für die Korrespondenz des Juristen. Sollte es letztlich zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommen, bleibt es nicht bei Ausgaben von einigen Hundert Euro. Auf den Ausgaben für Anwalt und eventuellen Prozesskosten müssen Sie nicht sitzenbleiben, wenn sie eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen haben.
Die Rechtsschutzversicherer bieten Schutz für einzelne Lebensbereiche an. In Paketen bündeln sie sehr häufig Leistungen in den Bereichen Privates, Beruf und Verkehr. Schutz für Streitigkeiten mit dem Vermieter oder rund um das Eigenheim können die Kunden dann meist dazukaufen.
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Altesvorsorge:


Die Leistungen, die Sie aus der gesetzlichen Rentenversicherung erwarten können, reichen in der Regel nicht aus, um damit den Lebensstandard von heute in etwa zu halten. Auch für ehemalige Beamte bleibt häufig im Alter eine finanzielle Lücke: Ihre Altersbezüge sind ebenfalls etwas niedriger als ihr letztes Gehalt. Zusätzliche Vorsorge tut not. Gerade mit Blick auf die Altersvorsorge gilt: Je früher Sie beginnen, desto besser ist es, damit Sie sich auf Dauer sicher regelmäßige Ausgaben wie etwa für Miete, Lebensmittel, Telefon und den Bedarf des alltäglichen Lebens leisten können. Wenn Sie früh beginnen, Geld zurückzulegen, profitieren Sie zudem umso stärker vom Zinseszinseffekt. Auf die Frage, wie die zusätzliche Vorsorge aussehen kann, haben die Versicherer mit Angeboten wie der Riester-Rentenversicherung, der privaten Rentenversicherung, der Kapitallebensversicherung und der Rürup-Rente mehrere Antworten parat. Versicherungsverträge sind aber nicht die einzige Möglichkeit für die Vorsorge. Es gibt zum Beispiel mit Sparanlagen in Investmentfonds weitere Angebote, die als Bestandteil der Altersvorsorgestrategie geeignet sind. Insgesamt kommt es darauf an, dass Sie die richtige Mischung finden und die verschiedenen Vorsorgemöglichkeiten sinnvoll kombinieren.
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