Informationen zur
Wohngebäudeversicherung

 
Alle Baukunst bezweckt eine Einwirkung auf den Geist, nicht nur einen Schutz für den Körper.

Unbekannter Autor

 

Wohngebäude


Vom Wetter geht immer eine besondere Gefahr aus: umknickende Bäume, die das Dach beschädigen können, herabfallende Dachpfannen, strapazierte Markisen und Antennenanlagen. Hausbesitzer können sich gegen diese Ereignisse wappnen. Sie sollten unbedingt eine Wohngebäudeversicherung abschließen, mit der sie dafür sorgen, dass sie für Schäden durch Sturm und Hagel nicht aus eigener Tasche aufkommen müssen. Allerdings zahlt der Versicherer erst für Schäden, wenn mindestens Windstärke 8 gemessen wurde. Das entspricht einer Windgeschwindigkeit von mindestens 62 Kilometern pro Stunde. Welche Windgeschwindigkeit galt zu einem bestimmten Termin? Das können Sie sich selbst beim Deutschen Wetterdienst erfragen: telefonisch unter 0 18 02 / 913 913 oder per Mail unter info@dwd.de.
Neben dem Wetter ist Feuer ein ernstzunehmendes Risiko für Immobilienbesitzer. Zerstört ein Brand die gesamte Immobilie oder zumindest einen Teil davon, kann leicht ein Schaden von einigen Hunderttausend Euro entstehen. Aus eigener Kraft wäre dieser finanzielle Verlust nicht zu stemmen.
Das dritte Risiko, gegen das sich Immobilienbesitzer absichern können, sind Leitungswasserschäden. Besonders wenn ein Haus älter ist und auch das Leitungsnetz in die Jahre gekommen ist, kann dieser Versicherungsschutz sehr wertvoll werden. Platzt ein Rohr; sind schnell Wände oder Geschossdecken durchnässt und das Wasser hinterlässt dauerhafte Spuren. Den Schutz gegen Sturm-, Feuer- und Leitungswasserschäden können Sie in einer gemeinsamen („verbundenen“) Wohngebäudeversicherung abschließen. Sie können sich aber auch nur für einzelne dieser Leistungen entscheiden.
Der Schutz der Wohngebäudeversicherung gilt für das im Versicherungsschein genannte Haus. Sollen Nebengebäude wie eine Garage, eine alte Scheune auf dem Grundstück oder ein Gartenhaus mitversichert werden, müssen Sie dies in der Regel beim Versicherer mit angeben. Im Haus gilt der Versicherungsschutz für alle fest mit der Immobilie verbundenen Gegenstände. Dazu zählen in der Regel zum Beispiel fest verklebte Teppichböden oder auch Parkett.
Trotz Versicherungsschutz kann es zum Streit mit dem Versicherer kommen: Er will vielleicht nur anteilig für einen Schaden zahlen, da die Versicherungssumme zu niedrig gewählt worden war.
Um diesem Streit vorzubeugen, sollten Sie wenn möglich von Beginn an mit dem Versicherer zusammenarbeiten und mit ihm den Wert der Immobilie bestimmen. Denn wenn die Versicherungsgesellschaft mithilfe Ihrer Angaben den Wert des Hauses selbst ermittelt, kann sie sich im Schadensfall nicht gegen die Zahlung wehren mit dem Argument, Sie hätten den Versicherungswert zu niedrig kalkuliert.
Die Wohngebäudeversicherung ist eine gleitende Neuwertversicherung. Das bedeutet, dass es keine feste Leistungsobergrenze gibt. Die Summe, die der Versicherer im Schadensfall zahlt, wird ständig an den aktuellen Wert der Immobilie angepasst. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass Sie bei einem Totalschaden so viel Geld bekommen, dass Sie Ihr Haus am gleichen Standort zu den aktuellen Preisen wieder aufbauen können.
Generell zahlt die Wohngebäudeversicherung nicht für die Folgen von wetterbedingten Überschwemmungen. Tritt beispielsweise ein Fluss über die Ufer oder läuft nach Starkregen der Keller voll, übernimmt der Wohngebäudeversicherer in der Regel nicht die Kosten für das Abpumpen des Wassers, und er zahlt auch nicht für Schäden am Haus.
Gegen die Folgen von Naturgewalten wie Überschwemmung, Lawinen und Erdrutsch können Sie sich nur schützen, wenn Sie zusätzlich zur Wohngebäudeversicherung auch eine Elementarschadenzusatzversicherung vereinbaren.
Selber rechnen:
Wohngebäudeversicherung
 
 

Interessiert? Kontaktieren Sie uns oder nutzen Sie unseren Vergleichsrechner.